Warum hat mein Hund Mundgeruch?
- 31. Juli
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 6. Aug.
Ein bisschen Eigengeruch ist normal. Riecht dein Hund aber plötzlich stark oder dauerhaft unangenehm aus dem Maul, steckt oft mehr dahinter.
Häufig kommen Zahnstein, entzündetes Zahnfleisch oder Futterreste zwischen den Zähnen infrage. Manchmal können aber auch Magenprobleme oder andere Erkrankungen den Geruch verändern.

Wann ist Mundgeruch beim Hund noch normal?
Direkt nach dem Fressen kann der Atem kurz etwas stärker riechen. Auch bestimmte Kauartikel oder Futtersorten hinterlassen manchmal einen deutlichen Geruch.
Bleibt der Mundgeruch jedoch über längere Zeit bestehen oder wird immer stärker, sollte das Maul genauer kontrolliert werden.
Zahnstein und entzündetes Zahnfleisch
Die häufigste Ursache für dauerhaften Mundgeruch liegt direkt im Maul. Auf den Zähnen sammeln sich Beläge und Bakterien. Daraus kann Zahnstein entstehen und das Zahnfleisch kann sich entzünden.
Achte auf gelbliche oder braune Ablagerungen, gerötetes Zahnfleisch oder kleine Blutungen. Auch vorsichtiges Kauen, vermehrtes Speicheln oder das Fallenlassen von Futter können zeigen, dass dein Hund Schmerzen hat.
Ein kranker oder verletzter Zahn
Auch ein abgebrochener, lockerer oder entzündeter Zahn kann sehr unangenehm riechen. Von außen ist das Problem nicht immer sofort zu erkennen.
Kaut dein Hund plötzlich nur noch auf einer Seite, möchte keine harten Kauartikel mehr oder reibt sich mit der Pfote über das Maul, sollte ein Tierarzt die Zähne kontrollieren.
Auch Fremdkörper, kleine Verletzungen oder Entzündungen im Maul können hinter dem Geruch stecken.
Kann Mundgeruch auch aus dem Magen kommen?
Viele vermuten bei Mundgeruch zuerst den Magen. Tatsächlich liegt die Ursache aber viel häufiger an den Zähnen oder am Zahnfleisch.
Verdauungsprobleme können den Atem trotzdem verändern – zum Beispiel wenn dein Hund häufig aufstößt, schmatzt oder unter Sodbrennen leidet. Dann treten meistens noch weitere Beschwerden wie Übelkeit, Grasfressen oder ein unruhiger Bauch dazu auf.
👉 Zeigt dein Hund zusätzlich Auffälligkeiten bei der Verdauung, können dir auch unsere Beiträge über Warum fressen Hunde Gras? und Verdauung & Darm weiterhelfen. Dort erfährst du, welche Ursachen hinter den Beschwerden stecken können und wann ein Tierarztbesuch sinnvoll ist.
Spielt das Futter bei Mundgeruch eine Rolle?
Auch das Futter kann beeinflussen, wie der Atem deines Hundes riecht. Direkt nach dem Fressen ist ein stärkerer Geruch ganz normal. Bleibt der Mundgeruch jedoch dauerhaft bestehen, liegt die Ursache meistens an den Zähnen oder am Zahnfleisch.
Wichtig ist ein hochwertiges und gut verträgliches Futter mit klaren Zutaten. Einen Überblick findest du auf unserer Seite über naturbelassenes Nassfutter.
Können auch andere Erkrankungen dahinterstecken?
Selten kann auffälliger Mundgeruch auf eine andere Erkrankung hinweisen. Bei einer fortgeschrittenen Nierenerkrankung kann der Atem beispielsweise ungewöhnlich streng riechen. Auch Diabetes gehört zu den möglichen Ursachen.
Trinkt dein Hund plötzlich deutlich mehr, muss häufiger urinieren, nimmt ab oder wirkt schlapp, sollte er tierärztlich untersucht werden. Das gilt besonders, wenn der Mundgeruch plötzlich auftritt und sich nicht durch ein Problem im Maul erklären lässt.
Was kannst du gegen Mundgeruch tun?
Schau regelmäßig ins Maul deines Hundes und gewöhne ihn möglichst früh an das Zähneputzen. Verwende dafür eine weiche Zahnbürste und eine spezielle Hundezahnpasta. Zahnpasta für Menschen ist dafür nicht geeignet.
Auch passende Kauartikel können die Zahnpflege ergänzen. Sind bereits starke Beläge oder Zahnstein vorhanden, lassen sie sich zu Hause aber nicht einfach wegputzen. Dann sollte ein Tierarzt die Zähne kontrollieren und bei Bedarf professionell reinigen.
Wann sollte Mundgeruch abgeklärt werden?
Bleibt der Mundgeruch dauerhaft bestehen, wird plötzlich sehr stark oder kommen Schmerzen beim Fressen, Speicheln, Zahnfleischbluten oder lockere Zähne hinzu, solltest du einen Termin beim Tierarzt vereinbaren.
Das gilt auch, wenn dein Hund zusätzlich viel trinkt, abnimmt, häufig erbricht oder ungewöhnlich müde wirkt. So lässt sich klären, ob die Ursache im Maul, in der Verdauung oder an einer anderen Stelle liegt.
Wie lässt sich Mundgeruch vorbeugen?
Regelmäßige Zahnpflege ist die beste Vorbeugung. Kontrolliere die Zähne und das Zahnfleisch immer wieder und putze die Zähne möglichst regelmäßig mit einer geeigneten Hundezahnpasta.
Auch gutes Futter, ausreichend Wasser und eine gesunde Verdauung spielen eine Rolle.
Fazit
Mundgeruch entsteht bei Hunden meistens durch Beläge, Zahnstein oder entzündetes Zahnfleisch.
Bleibt der Geruch bestehen oder kommen Schmerzen, Blutungen, starkes Speicheln oder andere Beschwerden hinzu, sollte die Ursache tierärztlich untersucht werden. Regelmäßige Zahnpflege hilft dabei, Probleme früh zu erkennen und den Atem deines Hundes frisch zu halten.
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