Zahnstein beim Hund – wie entsteht er?
- 4. Aug.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 6. Aug.
Zahnstein gehört zu den häufigsten Zahnproblemen beim Hund. Anfangs fällt er oft kaum auf. Aus weichem Zahnbelag entstehen mit der Zeit feste Ablagerungen, die das Zahnfleisch reizen und zu Mundgeruch oder Entzündungen führen können.
Wie Zahnstein entsteht, woran du ihn erkennst und was du dagegen tun kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

Warum ist Zahnstein mehr als ein Schönheitsproblem?
Zahnstein sieht nicht nur unschön aus.
Die Bakterien können das Zahnfleisch reizen. Es wird rot, schwillt an oder beginnt beim Berühren zu bluten. Häufig kommt auch starker Mundgeruch dazu.
Bleibt die Entzündung bestehen, kann sie tiefer wandern und den Halt der Zähne schädigen. Im schlimmsten Fall werden Zähne locker oder gehen verloren.
Woran erkennst du Zahnstein beim Hund?
Zahnstein sieht meistens gelblich oder braun aus und sitzt fest auf den Zähnen. Besonders häufig findest du ihn an den Fangzähnen und den hinteren Backenzähnen.
Oft riecht der Hund zusätzlich unangenehm aus dem Maul. Das Zahnfleisch kann rot sein, anschwellen oder beim Berühren leicht bluten. Manche Hunde kauen vorsichtiger oder möchten keine harten Kauartikel mehr.
👉 Riecht dein Hund unangenehm aus dem Maul? Dann lies auch unseren Beitrag Warum hat mein Hund Mundgeruch? Dort erfährst du, welche Ursachen außer Zahnstein noch hinter schlechtem Atem stecken können und wann ein Tierarztbesuch sinnvoll ist.
Kann man Zahnstein zu Hause entfernen?
Weicher Zahnbelag lässt sich durch regelmäßiges Zähneputzen entfernen. Ist daraus bereits harter Zahnstein geworden, bekommst du ihn mit einer Zahnbürste nicht mehr weg.
Dann muss er professionell entfernt werden. Bitte kratze Zahnstein nicht selbst mit harten oder spitzen Gegenständen ab. Dabei können Zahnfleisch und Zähne verletzt werden.
Kann das Futter Zahnstein beim Hund beeinflussen?
Ja. Ein hochwertiges Futter ohne unnötigen Zucker und überflüssige Zusätze ist eine gute Grundlage.
Trotzdem verhindert auch ein gutes Futter Zahnstein nicht automatisch. Entscheidend ist, dass weicher Zahnbelag regelmäßig entfernt wird, bevor er hart wird.
Geeignete Kauartikel und bestimmte Futtersorten können die Zähne beim Kauen etwas reinigen. Einen Überblick findest du bei unserem naturbelassenen Trockenfutter.
Am zuverlässigsten bleibt aber regelmäßiges Zähneputzen.
Eine gute Zahngesundheit beginnt aber nicht erst bei der Zahnpflege. Auch die allgemeine Gesundheit des Mauls spielt eine wichtige Rolle. Mehr dazu erfährst du in unserem Beitrag Warum hat mein Hund Mundgeruch?
Wie kannst du Zahnstein beim Hund vorbeugen?
Am besten gewöhnst du deinen Hund früh an regelmäßiges Zähneputzen.
Mit einer weichen Hundezahnbürste und Hundezahnpasta kannst du weiche Beläge entfernen, bevor daraus harter Zahnstein wird. Zahnpasta für Menschen gehört nicht ins Hundemaul.
Auch geeignete Zahnpflege-Kauartikel können zusätzlich helfen. Sie ersetzen das Zähneputzen aber nicht vollständig. Achte am besten auf Produkte, deren Wirkung gegen Zahnbelag oder Zahnstein geprüft wurde.
Wie oft sollten die Zähne geputzt werden?
Am besten putzt du die Zähne deines Hundes täglich.
Das klingt zuerst nach viel, dauert aber nur wenige Minuten. Beginne langsam: erst kurz die Lefzen anheben, dann die Zähne berühren und später vorsichtig putzen.
Je früher dein Hund das kennenlernt, desto selbstverständlicher wird die Zahnpflege für ihn. Regelmäßiges Putzen gehört zu den wichtigsten Maßnahmen gegen Zahnbelag und Zahnfleischprobleme.
Wann sollte Zahnstein behandelt werden?
Leichte Beläge lassen sich mit regelmäßiger Zahnpflege oft noch gut in den Griff bekommen.
Ist der Zahnstein bereits fest, das Zahnfleisch gerötet oder riecht dein Hund stark aus dem Maul, sollte das Maul genauer angeschaut werden. Auch vorsichtiges Kauen, Futterfallenlassen oder Schmerzen beim Fressen sind deutliche Hinweise.
Gut zu wissen
Frischer Atem bedeutet nicht automatisch gesunde Zähne. Kontrolliere das Maul deines Hundes deshalb regelmäßig – auch dann, wenn dir noch kein Mundgeruch aufgefallen ist. Je früher Zahnstein erkannt wird, desto einfacher lässt er sich behandeln.
Fazit
Zahnstein entsteht aus weichem Zahnbelag, der mit der Zeit hart wird.
Ein gutes Futter ohne unnötigen Zucker, passende Kauartikel und regelmäßiges Zähneputzen helfen dabei, neue Beläge zu vermeiden. Bereits vorhandener harter Zahnstein lässt sich zu Hause aber nicht einfach wegputzen.
Je früher du mit der Zahnpflege beginnst, desto besser kannst du Zähne und Zahnfleisch deines Hundes schützen.
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