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Ohrenentzündung beim Hund – typische Anzeichen

  • 31. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 7. Aug.

Viele Hunde haben irgendwann Probleme mit den Ohren.

Manche schütteln plötzlich oft den Kopf. Andere kratzen sich ständig oder möchten am Ohr gar nicht mehr angefasst werden.

Hinter solchen Zeichen kann eine Entzündung stecken. Je früher du sie bemerkst, desto schneller lässt sich die Ursache finden. Typisch sind unter anderem Juckreiz, Rötung, Schwellung, unangenehmer Geruch und Ausfluss aus dem Ohr. 


Treten zusätzlich Juckreiz, häufiges Pfotenlecken oder Hautprobleme auf, steckt hinter einer Ohrenentzündung nicht selten eine Allergie.



Englische Bulldogge kratzt sich am Ohr
Bulldogge kratzt sich am Ohr – mögliches Zeichen für eine Ohrenentzündung?



Woran erkennst du ein entzündetes Ohr?


Schau dir beide Ohren in Ruhe an.


Achte dabei besonders auf:

  • häufiges Kopfschütteln

  • Kratzen am Ohr

  • Rötungen

  • Schwellungen

  • braunen, gelben oder schwarzen Belag

  • unangenehmen Geruch

  • Schmerzen beim Berühren


Manchmal ist nur ein Ohr betroffen, manchmal sind es beide.



Was kann eine Ohrenentzündung auslösen?


Eine Ohrenentzündung kann verschiedene Gründe haben.


Häufig stecken Allergien dahinter. Zum Beispiel gegen Pollen, Hausstaub, Milben oder bestimmte Bestandteile im Futter.


  • Vor allem Hunde mit wiederkehrendem Juckreiz oder ständigem Pfotenlecken entwickeln häufig auch Probleme mit den Ohren. Deshalb lohnt es sich, immer den ganzen Hund und nicht nur das Ohr zu betrachten.


Auch Feuchtigkeit im Ohr, Bakterien, Hefepilze, Ohrmilben oder ein Fremdkörper können die Haut reizen. Manchmal steckt zum Beispiel eine Granne im Gehörgang. 


Hat dein Hund immer wieder Probleme mit den Ohren, sollte deshalb nicht nur die Entzündung behandelt werden. Auch die Ursache muss gefunden werden.



Warum sind manche Hunde besonders anfällig?


Hunde mit Schlappohren haben oft weniger Luft im Ohr. Dadurch bleibt es dort schneller warm und feucht.


Auch viele Haare im Gehörgang, häufiges Schwimmen oder sehr enge Gehörgänge können Probleme begünstigen.


Manche Hunde haben außerdem immer wieder Ohrenprobleme, weil Allergien oder Hautprobleme dahinterstecken. Dann reicht es nicht, nur das Ohr zu behandeln. Auch der Auslöser sollte gefunden werden.


  • Besonders in den Sommermonaten können auch Grasmilben eine Rolle spielen. Sie lösen starken Juckreiz aus und begünstigen bei empfindlichen Hunden weitere Haut- und Ohrenprobleme.



Was kannst du zu Hause tun?


Schau deinem Hund regelmäßig in die Ohren. So fallen Rötungen, Beläge oder ein unangenehmer Geruch früh auf.


Reinige das Ohr nur, wenn es wirklich nötig ist. Nutze dafür einen passenden Ohrreiniger und keine Wattestäbchen. Mit Wattestäbchen schiebst du Schmutz oft nur tiefer ins Ohr.


Nach dem Baden oder Schwimmen sollten die Ohren gut trocknen. Feuchtigkeit kann Entzündungen begünstigen.


Ist das Ohr bereits rot, schmerzhaft oder riecht stark, solltest du nicht selbst herumprobieren. Dann ist eine Untersuchung beim Tierarzt sinnvoll.



Wann solltest du zum Tierarzt?


Lass das Ohr untersuchen, wenn:

  • dein Hund starke Schmerzen hat

  • er den Kopf schief hält

  • er ständig den Kopf schüttelt

  • das Ohr stark riecht

  • viel Belag oder Flüssigkeit zu sehen ist

  • dein Hund plötzlich schlechter hört

  • die Beschwerden immer wiederkommen


Im Ohr können Bakterien, Hefepilze, Milben oder ein Fremdkörper stecken. Deshalb ist es wichtig, erst die Ursache zu kennen und dann passend zu behandeln.


Bitte gib keine alten Ohrentropfen auf eigene Faust. Nicht jedes Mittel passt zu jeder Entzündung.



Kann das Futter eine Ohrenentzündung beim Hund begünstigen?


Bei manchen Hunden hängen Ohrenprobleme mit Allergien oder Unverträglichkeiten zusammen.


Dann sind oft nicht nur die Ohren betroffen. Auch Pfoten, Haut oder Verdauung können empfindlich reagieren.


Kommt die Entzündung immer wieder, lohnt sich deshalb ein Blick auf die gesamte Fütterung. Mehr dazu findest du in unserer Kategorie Fütterung & Futterwissen.


Ein Futterwechsel allein löst nicht jedes Ohrenproblem. Er kann aber ein wichtiger Teil sein, wenn bestimmte Bestandteile im Futter nicht gut vertragen werden.



Fazit


Ohrenprobleme kommen bei Hunden häufig vor.

Typische Zeichen sind Kopfschütteln, Kratzen, Rötungen, Beläge oder ein

unangenehmer Geruch.


Schau deinem Hund regelmäßig in die Ohren und lass Beschwerden früh untersuchen. Vor allem dann, wenn sie immer wiederkommen.



Wie geht es jetzt weiter?


Leckt dein Hund zusätzlich ständig an den Pfoten? Dann lies unseren Beitrag Warum leckt mein Hund ständig seine Pfoten?


Kratzt sich dein Hund auch an anderen Stellen oder hat immer wieder Hautprobleme? Mehr dazu findest du unter Juckreiz beim Hund – was steckt dahinter?


Treten die Beschwerden vor allem im Sommer auf? Dann können auch Grasmilben beim Hund eine Rolle spielen.

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