Warum frisst mein Hund Kot?
- 31. Juli
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 9. Aug.
Für uns Menschen ist es kaum nachvollziehbar, doch manche Hunde fressen ihren eigenen Kot oder den Kot anderer Tiere.
Dieses Verhalten nennt man Kotfressen oder Koprophagie. Bei Welpen kann es zeitweise aus Neugier auftreten. Bei erwachsenen Hunden können Gewohnheit, Langeweile, Hunger oder ein besonders interessanter Geruch dahinterstecken.
Manchmal gibt es aber auch eine körperliche Ursache. Verdauungsprobleme, Parasiten oder eine gestörte Nährstoffaufnahme können dazu führen, dass ein Hund ungewöhnlich großen Appetit entwickelt und Kot frisst.
Treten zusätzlich Blähungen, Bauchgrummeln oder weicher Kot auf, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Verdauung.
Deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen: Wie oft passiert es, welchen Kot frisst dein Hund und gibt es noch andere Auffälligkeiten?

Warum fressen Hunde Kot?
Bei vielen Hunden ist Kotfressen vor allem ein erlerntes Verhalten.
Manche entdecken es schon als Welpe aus Neugier. Andere merken schnell, dass sie damit Aufmerksamkeit bekommen. Auch Langeweile, Stress oder die Gewohnheit, draußen alles Interessante aufzunehmen, können eine Rolle spielen.
Es gibt aber auch körperliche Ursachen. Verdauungsprobleme oder eine schlechte Aufnahme von Nährstoffen können dazu führen, dass ein Hund ungewöhnlich hungrig ist und Kot frisst. Das kommt zwar seltener vor, sollte bei regelmäßigem Kotfressen aber ausgeschlossen werden.
Besonders aufmerksam solltest du werden, wenn dein Hund zusätzlich abnimmt, ständig hungrig ist, Durchfall hat oder deutlich mehr Kot absetzt als sonst.
Ist Kotfressen gefährlich?
Kotfressen ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch gesundheitliche Risiken mit sich bringen.
Über fremden Kot kann dein Hund Parasiten, Bakterien oder andere Krankheitserreger aufnehmen. Besonders vorsichtig solltest du bei Katzenkot, Wildtierkot oder unbekanntem Hundekot sein.
Auch für Menschen im Haushalt ist Hygiene wichtig. Lass deinen Hund danach möglichst nicht das Gesicht ablecken und wasche dir die Hände, wenn du mit seinem Maul oder Speichel in Kontakt gekommen bist.
Frisst dein Hund regelmäßig Kot, sollte außerdem geprüft werden, ob Parasiten oder ein gesundheitliches Problem dahinterstecken.
Was kannst du gegen Kotfressen tun?
Entferne Kot möglichst sofort und lass deinen Hund draußen nicht unbeaufsichtigt danach suchen.
Ein klares Abbruchsignal, eine gute Belohnung und ausreichend Beschäftigung helfen oft mehr als Schimpfen. Wichtig ist, ruhig und konsequent zu bleiben.
Auch regelmäßige Mahlzeiten und ein gut verträgliches Futter können sinnvoll sein, besonders wenn dein Hund ständig hungrig wirkt.
Wenn du das Futter wechselst, solltest du möglichst langsam vorgehen. Wie das am besten funktioniert, erfährst du in unserem Beitrag Futterumstellung beim Hund – so gelingt der Wechsel entspannt.
Wann sollte Kotfressen tierärztlich abgeklärt werden?
Frisst dein Hund regelmäßig Kot oder beginnt plötzlich damit, sollte die Ursache genauer untersucht werden.
Das gilt besonders, wenn zusätzlich Gewichtsverlust, starker Hunger, Durchfall, Erbrechen oder auffällig große Kotmengen auftreten.
Dann können zum Beispiel Parasiten, Verdauungsprobleme oder eine gestörte Nährstoffaufnahme dahinterstecken.
Frisst dein Hund gleichzeitig häufig Gras oder zeigt auffälliges Schmatzen, können das weitere Hinweise auf einen empfindlichen Magen-Darm-Bereich sein.
Was solltest du lieber nicht tun?
Schimpfe deinen Hund nicht aus und jage ihm auch nicht hinterher. Dadurch kann das Verhalten noch spannender werden und dein Hund lernt möglicherweise, den Kot besonders schnell herunterzuschlucken.
Auch Hausmittel wie Ananas, Harzer Käse oder spezielle Pulver helfen nicht zuverlässig. Wichtiger ist es, die Ursache zu finden, Kot konsequent zu entfernen und das Verhalten ruhig zu trainieren.
Fazit
Kotfressen kommt bei Hunden häufiger vor, als viele denken. Manchmal steckt nur Neugier oder eine Gewohnheit dahinter.
Passiert es regelmäßig oder kommen Beschwerden wie Durchfall, Gewichtsverlust oder starker Hunger hinzu, sollte dein Hund tierärztlich untersucht werden. Auch eine gesunde Verdauung spielt dabei eine wichtige Rolle. Mehr dazu findest du auf unserer Seite zur Darmgesundheit beim Hund.
Mit einem passenden Training, guter Beschäftigung und einer ruhigen Verdauung lässt sich das Verhalten oft deutlich verbessern.



