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Warum schmatzt mein Hund ständig?

  • 31. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 9. Aug.

Viele Hunde schmatzen zwischendurch einmal. Wenn es aber häufiger vorkommt, kann mehr dahinterstecken.


Manche Hunde schmatzen, weil ihnen übel ist oder der Magen zu viel Säure bildet. Andere haben etwas zwischen den Zähnen, Probleme im Maul oder sind gerade angespannt.


Wichtig ist deshalb, darauf zu achten, wann dein Hund schmatzt und ob noch andere Anzeichen dazukommen – zum Beispiel häufiges Lecken, Grasfressen, Aufstoßen oder weniger Appetit.



Braun-schwarzer Welpe wird draußen unter dem Kinn gestreichelt und blickt zur Hand auf.



Schmatzen durch Übelkeit, Sodbrennen und Magenprobleme


Häufiges Schmatzen kann darauf hinweisen, dass deinem Hund übel ist, sein Magen gereizt ist oder er Sodbrennen hat.


Oft leckt er sich dann zusätzlich über die Lippen, schluckt auffällig häufig oder speichelt mehr als sonst. Manche Hunde wirken unruhig, fressen Gras, stoßen auf oder möchten nichts fressen.


Frisst dein Hund in solchen Situationen auffällig häufig Gras, kann das ebenfalls mit einem unruhigen Magen zusammenhängen. Mehr dazu erfährst du in unserem Beitrag Warum fressen Hunde Gras und was steckt wirklich dahinter?


Tritt das Schmatzen vor allem morgens auf nüchternen Magen, nachts oder längere Zeit nach dem Fressen auf, kann zu viel Magensäure eine Rolle spielen.


Kommt das regelmäßig vor oder treten Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall oder Appetitlosigkeit hinzu, sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.



Schmatzen durch Probleme im Maul


Manchmal liegt die Ursache nicht im Magen, sondern direkt im Maul.


Ein entzündetes Zahnfleisch, ein schmerzender Zahn oder etwas, das zwischen den Zähnen steckt, kann dazu führen, dass dein Hund häufig schmatzt und sich über die Lippen leckt.


Schau vorsichtig nach, ob du Rötungen, starken Zahnstein, einen abgebrochenen Zahn oder einen kleinen Fremdkörper erkennen kannst. Auch unangenehmer Mundgeruch, vermehrtes Speicheln oder einseitiges Kauen können auf Schmerzen im Maul hinweisen. 


Öffne das Maul aber nicht mit Gewalt. Wirkt dein Hund schmerzempfindlich oder lässt sich nicht hineinschauen, sollte der Tierarzt die Zähne und das Maul kontrollieren.



Schmatzen durch Stress oder Aufregung


Nicht immer steckt eine körperliche Ursache dahinter.


Manche Hunde schmatzen oder lecken sich über die Lippen, wenn sie unsicher, angespannt oder aufgeregt sind. Das passiert zum Beispiel beim Tierarzt, im Auto, bei fremden Menschen oder in einer unangenehmen Situation.


Achte dabei auf die gesamte Körpersprache. Angelegte Ohren, Gähnen, Wegschauen, Zittern oder eine geduckte Haltung können ebenfalls zeigen, dass dein Hund gerade Stress hat. 


Verschwindet das Schmatzen wieder, sobald dein Hund zur Ruhe kommt, spricht vieles für Aufregung. Tritt es dagegen auch entspannt zu Hause oder besonders häufig auf, sollte trotzdem nach einer körperlichen Ursache gesucht werden.



Wann sollte Schmatzen tierärztlich abgeklärt werden?


Schmatzt dein Hund nur gelegentlich und verhält sich ansonsten ganz normal, ist das meist kein Grund zur Sorge.


Kommt es jedoch regelmäßig vor, hält länger an oder wird stärker, sollte die Ursache untersucht werden.


Das gilt besonders, wenn zusätzlich Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, starkes Speicheln, Futterverweigerung, Gewichtsverlust oder deutlicher Mundgeruch auftreten.


Auch wenn dein Hund plötzlich sehr häufig schmatzt, würgt oder immer wieder schluckt, solltest du nicht lange abwarten.



Was kannst du selbst beobachten?


Achte darauf, wann dein Hund schmatzt.


Passiert es vor allem morgens auf nüchternen Magen, nach dem Fressen oder in stressigen Situationen? Leckt er sich zusätzlich über die Lippen, schluckt häufig oder frisst Gras?


Treten zusätzlich Blähungen oder andere Verdauungsprobleme auf, lohnt sich ein genauerer Blick auf die gesamte Verdauung.


Auch Futter, Leckerlis und Kauartikel können eine Rolle spielen. Verändere am besten nicht mehrere Dinge gleichzeitig. So lässt sich leichter erkennen, was deinem Hund bekommt und was nicht.


Schau außerdem vorsichtig ins Maul und achte auf gerötetes Zahnfleisch, Zahnstein, Fremdkörper oder einen auffälligen Geruch.


Ein kleines Tagebuch über einige Tage kann helfen. Notiere Fütterungszeiten, besondere Situationen und wann das Schmatzen auftritt. Das sind auch für den Tierarzt wertvolle Hinweise.



Fazit


Gelegentliches Schmatzen ist bei Hunden meist harmlos.


Tritt es jedoch häufig auf, kann ein gereizter Magen, Übelkeit, Stress oder ein Problem im Maul dahinterstecken.


Beobachte deshalb genau, wann dein Hund schmatzt und ob weitere Beschwerden dazukommen. Bei wiederkehrendem Schmatzen oder deutlichen Veränderungen solltest du die Ursache tierärztlich abklären lassen.


Mehr über einen empfindlichen Hundemagen und eine ruhige Verdauung findest du auf unserer Seite zur Darmgesundheit beim Hund.



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