Blähungen beim Hund – was steckt dahinter?
- 31. Juli
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 9. Aug.
Viele Hunde haben ab und zu Blähungen. Das ist erst einmal nichts Ungewöhnliches.
Passiert es aber sehr oft, riecht es besonders stark oder kommen Bauchgrummeln und weicher Kot dazu, lohnt sich ein genauer Blick auf das Futter und die Verdauung.

Häufige Gründe sind:
zu schnelles Fressen
eine Futterumstellung
schwer verdauliche Zutaten
zu viele Leckerlis
Unverträglichkeiten
eine empfindliche Darmflora
Zu schnelles Fressen
Manche Hunde schlingen ihr Futter regelrecht herunter.
Dabei schlucken sie viel Luft. Diese Luft landet im Magen und muss später wieder raus. Das kann zu Aufstoßen, Bauchgrummeln und Blähungen führen.
Ein Anti-Schling-Napf oder mehrere kleine Portionen können helfen. Auch etwas Ruhe beim Fressen ist wichtig, besonders wenn mehrere Hunde im Haushalt leben.
Futterumstellung
Auch eine Futterumstellung kann Blähungen auslösen.
Der Darm braucht etwas Zeit, um sich an das neue Futter zu gewöhnen. Wird zu schnell gewechselt, kann es zu Bauchgrummeln, weichem Kot oder mehr Luft im Bauch kommen.
Mische das neue Futter deshalb Schritt für Schritt unter das bisherige. So kann sich die Verdauung langsam umstellen.
Wie du dabei am besten vorgehst, erfährst du in unserem Beitrag Futterumstellung beim Hund – so gelingt der Wechsel entspannt.
Schwer verdauliche Zutaten
Manche Zutaten werden nicht von jedem Hund gleich gut vertragen.
Bleiben Teile des Futters unverdaut, werden sie im Darm von Bakterien verarbeitet. Dabei entstehen Gase – und damit auch Blähungen. Besonders schlecht verdauliche Kohlenhydrate oder sehr zuckerreiche Bestandteile können das begünstigen.
Achte deshalb darauf, wann die Blähungen auftreten. Vielleicht verträgt dein Hund eine bestimmte Sorte, Fleischquelle oder Zutat nicht so gut.
Ein kleines Futtertagebuch kann helfen. Schreib einfach auf, was dein Hund gefressen hat und wann die Beschwerden auftreten.
Zu viele Leckerlis
Auch zu viele Leckerlis können Blähungen verursachen.
Vor allem dann, wenn dein Hund viele verschiedene Sorten bekommt oder die Snacks sehr fettig sind. Für den Darm ist es dann schwerer, alles gut zu verarbeiten.
Achte deshalb darauf, wie viele Leckerlis dein Hund am Tag bekommt. Sie gehören zur täglichen Futtermenge dazu und sollten nicht einfach zusätzlich obendrauf kommen.
Am besten sind einfache Leckerlis mit klaren Zutaten.
Unverträglichkeiten
Manche Hunde vertragen bestimmte Zutaten nicht gut.
Dann kommen neben Blähungen oft noch andere Beschwerden dazu. Zum Beispiel weicher Kot, Bauchgrummeln, häufiger Kotabsatz oder Juckreiz.
Steht vor allem der Juckreiz im Vordergrund, muss übrigens nicht automatisch das Futter schuld sein. Auch Allergien oder Auslöser aus der Umwelt kommen infrage.
Beobachte genau, ob die Beschwerden immer nach einer bestimmten Fleischsorte, einem Snack oder einem anderen Futter auftreten.
Wenn du einen Verdacht hast, ändere nicht ständig alles gleichzeitig. Sonst weißt du am Ende nicht, was deinem Hund wirklich Probleme gemacht hat. Ein Futtertagebuch hilft auch hier. Bei starken oder länger anhaltenden Beschwerden solltest du mit deinem Tierarzt sprechen.
Eine empfindliche Darmflora
Auch die Darmflora kann hinter Blähungen stecken.
Im Darm leben viele kleine Bakterien. Sie helfen dabei, das Futter zu verdauen. Gerät dieses Gleichgewicht durcheinander, entstehen schneller Gase, weicher Kot oder Bauchgrummeln.
Auslöser können zum Beispiel Stress, Medikamente, Wurmkuren oder eine Futterumstellung sein.
Eine passende Ernährung und Ruhe bei der Umstellung helfen dem Darm, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Mehr dazu findest du auf unserer Seite zur Darmgesundheit bei Hund und Katze.
Wann solltest du genauer hinschauen?
Ein bisschen Luft im Bauch ist meist harmlos.
Zum Tierarzt solltest du aber gehen, wenn dein Hund:
starke Bauchschmerzen hat
einen harten oder aufgeblähten Bauch bekommt
sehr unruhig ist
immer wieder würgt
erbricht oder Durchfall hat
keinen Appetit mehr hat
die Beschwerden länger anhalten
Ein plötzlich stark aufgeblähter Bauch kann ein Notfall sein. Dann bitte nicht abwarten.
Fazit
Blähungen kommen bei Hunden immer mal wieder vor.
Oft steckt etwas Einfaches dahinter: zu schnelles Fressen, eine Futterumstellung, zu viele Leckerlis oder eine Zutat, die nicht gut vertragen wird.
Beobachte, wann die Beschwerden auftreten und was dein Hund vorher gefressen hat. Ein Futtertagebuch kann dabei sehr helfen.
Bleiben die Blähungen länger bestehen oder kommen Schmerzen, Erbrechen oder ein stark aufgeblähter Bauch dazu, solltest du die Ursache tierärztlich abklären lassen.



