Kaltgepresstes Hundefutter – was bedeutet das eigentlich?
- 9. Aug.
- 4 Min. Lesezeit
Kaltgepresst, gebacken oder extrudiert – beim Trockenfutter begegnen einem ziemlich schnell Begriffe, mit denen man erst einmal wenig anfangen kann.
Dabei geht es eigentlich um eine ganz einfache Frage:
Wie wird aus den Zutaten am Ende das Trockenfutter im Napf?
Und genau dabei gibt es große Unterschiede.
REiCO setzt beim Trockenfutter auf kaltgepresste und gebackene Sorten. Klassisch extrudiertes Trockenfutter gehört nicht zum Sortiment.

Was bedeutet kaltgepresst beim Hundefutter?
Bei der Kaltpressung werden die vorbereiteten Zutaten miteinander vermischt und anschließend unter Druck zu den typischen Futterstücken geformt.
Dabei wird deutlich weniger Hitze eingesetzt als bei der industriellen Extrusion. Genau das ist der Gedanke hinter diesem Verfahren: Die Zutaten möglichst schonend verarbeiten und nicht stärker erhitzen als nötig.
REiCO setzt beim Trockenfutter bewusst auf zwei Herstellungsarten: kaltgepresst und gebacken.
Beide Verfahren unterscheiden sich voneinander – haben aber etwas Entscheidendes gemeinsam:
Sie sind nicht extrudiert.
Kaltgepresst, gebacken oder extrudiert – wo liegt der Unterschied?
Das meiste klassische Trockenfutter wird extrudiert.
Das lässt sich eigentlich ganz einfach erklären.
Kaltgepresstes Futter wird unter Druck in Form gebracht und dabei vergleichsweise schonend verarbeitet.
Gebackenes Futter wird langsam gebacken. Dadurch bekommt es eine andere Struktur und Konsistenz als kaltgepresstes Futter. Für manche Hunde ist genau diese Variante besonders angenehm und gut verträglich.
Extrudiertes Futter entsteht dagegen in einem industriellen Hochdruckverfahren. Dabei wird die Futtermischung mit Feuchtigkeit, hohem Druck und sehr hohen Temperaturen durch einen Extruder gepresst. Anschließend werden die Kroketten getrocknet und häufig noch weiter behandelt.
Dieses Verfahren eignet sich sehr gut dafür, große Futtermengen gleichmäßig und effizient herzustellen. Gleichzeitig werden die Zutaten dabei wesentlich intensiver verarbeitet als bei Kaltpressung oder Backverfahren.
Genau hier unterscheidet sich REiCO: Beim Trockenfutter wird nicht klassisch extrudiert, sondern kaltgepresst oder gebacken.
Warum gibt es bei REiCO kaltgepresste und gebackene Sorten?
Weil nicht jeder Hund gleich ist.
Manche Hunde kommen mit kaltgepresstem Futter von Anfang an wunderbar zurecht. Andere reagieren auf die Umstellung erst einmal mit weicherem Kot, Bauchgrummeln oder Blähungen.
Gerade wenn ein Hund über viele Jahre immer dieselbe Art von stark verarbeitetem Trockenfutter bekommen hat, ist seine Verdauung genau daran gewöhnt. Kommt plötzlich ein völlig anders hergestelltes Futter in den Napf, kann der Bauch darauf reagieren.
Für solche Hunde kann eine gebackene REiCO Sorte eine sehr gute Alternative sein. Sie wird ebenfalls schonend hergestellt, hat aber eine andere Struktur als kaltgepresstes Futter.
Deshalb geht es bei REiCO nicht darum, dass kaltgepresst grundsätzlich „besser“ und gebacken nur die zweite Wahl ist.
Es geht darum, welche schonend hergestellte Variante dein Hund am besten verträgt.
Ist kaltgepresstes Futter besser für den Darm?
Viele Hunde kommen mit kaltgepresstem Futter sehr gut zurecht. Durch die schonende Verarbeitung passt es besonders gut zu einer möglichst natürlichen Fütterung.
Hunde, die vorher bereits frisch oder wenig verarbeitet gefüttert wurden, zum Beispiel mit BARF, kommen erfahrungsgemäß oft besonders unkompliziert damit klar.
Etwas mehr Zeit kann die Umstellung brauchen, wenn der Darm gerade empfindlich oder aus dem Gleichgewicht ist – zum Beispiel nach Durchfall oder Medikamenten – oder wenn ein Hund über viele Jahre immer dieselbe Art von stark verarbeitetem Trockenfutter bekommen hat.
Dann ist seine Verdauung an genau diese Fütterung gewöhnt und darf sich erst einmal an das neue Futter anpassen.
Das ist nichts Ungewöhnliches. Eine langsame Umstellung hilft dem Darm dabei, sich in Ruhe auf die neue Fütterung einzustellen.
Bei besonders sensiblen Hunden kann auch eine gebackene REiCO Sorte ein guter Einstieg sein. Sie wird ebenfalls schonend hergestellt und bietet eine andere Struktur als kaltgepresstes Futter.
Wie du eine Futterumstellung Schritt für Schritt machst, erfährst du in unserem Beitrag Futterumstellung beim Hund – so gelingt sie entspannt.
Muss ich kaltgepresstes Trockenfutter einweichen?
Diese Frage bekommen wir tatsächlich sehr häufig.
Die kurze Antwort:
Nein, musst du nicht.
Kaltgepresstes Trockenfutter kann ganz normal trocken gefüttert werden. Wichtig ist nur, dass deinem Hund jederzeit frisches Wasser zur Verfügung steht.
Du kannst es natürlich mit etwas Wasser anfeuchten, wenn dein Hund es lieber weich mag, sehr hastig frisst oder Probleme mit den Zähnen hat.
Nötig ist das Einweichen aber nicht.
Wenn du das Futter anfeuchtest, solltest du es anschließend frisch verfüttern und nicht lange stehen lassen.
Was passiert mit kaltgepresstem Futter im Magen?
Kaltgepresstes Futter verhält sich im Magen angenehm ruhig.
Die Stücke quellen nicht stark auf, sondern zerfallen nach und nach. Dadurch bleibt die Futtermenge im Magen überschaubar und der Körper kann das Futter in Ruhe weiterverarbeiten.
Gerade bei Hunden, die zu einem empfindlichen Bauch neigen, gefällt vielen Haltern genau dieses Verhalten des Futters.
Auch Hunde, die vorher frisch gefüttert oder gebarft wurden, kommen erfahrungsgemäß oft sehr gut mit kaltgepresstem Futter zurecht.
Am Ende ist aber auch hier jeder Hund ein bisschen anders. Wenn der Bauch ruhig bleibt, der Kot passt und dein Hund sich wohlfühlt, ist das meistens das beste Zeichen dafür, dass die Fütterung gut zu ihm passt.
Kaltgepresst oder gebacken – was soll ich nehmen?
Wenn dein Hund einen stabilen Magen hat und Trockenfutter gut verträgt, kann eine kaltgepresste REiCO Sorte sehr gut passen.
Bei einem besonders sensiblen Hund oder wenn frühere Futterwechsel häufiger zu weichem Kot, Bauchgrummeln oder Blähungen geführt haben, kann eine gebackene Sorte die angenehmere Wahl sein.
Beides gehört bei REiCO ganz bewusst zum Sortiment.
Es gibt also nicht die eine richtige Lösung für jeden Hund.
Entscheidend ist, womit dein Hund gut zurechtkommt.
Wenn du generell zwischen Nass- und Trockenfutter schwankst, findest du mehr dazu in unserem Beitrag Nassfutter oder Trockenfutter – was passt zu meinem Hund?
Worauf kommt es am Ende wirklich an?
Die Herstellungsart ist wichtig.
Aber sie ist nicht alles.
Ein gutes Futter besteht immer aus mehreren Dingen:
passenden Zutaten
einer sinnvollen Zusammensetzung
einer schonenden Herstellung
und vor allem guter Verträglichkeit
REiCO verbindet kaltgepresste und gebackene Trockenfuttersorten mit dem eigenen Ernährungskonzept rund um das mineralische Gleichgewicht.
Einen Überblick über die verschiedenen Sorten findest du bei unserem naturbelassenen Trockenfutter.
Fazit
Kaltgepresstes Hundefutter wird schonender verarbeitet als klassisch extrudiertes Trockenfutter.
REiCO setzt deshalb beim Trockenfutter bewusst auf kaltgepresste und gebackene Sorten statt auf klassische Extrusion.
Welche Variante besser passt, hängt immer vom einzelnen Hund ab.
Manche kommen mit kaltgepresstem Futter wunderbar zurecht, andere fühlen sich mit einer gebackenen Sorte wohler.
Entscheidend ist nicht, welches Herstellungsverfahren am besten klingt.
Entscheidend ist:
Was verträgt dein Hund wirklich gut?



