Nassfutter oder Trockenfutter – was passt zu meinem Hund?
- 31. Juli
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 9. Aug.
Viele Hundehalter fragen sich, welche Futterart besser ist.
Die einfache Antwort lautet: Es kommt auf den Hund an.
Nassfutter und Trockenfutter haben beide ihre Vorteile. Wichtig ist vor allem, dass das Futter gut vertragen wird, zum Alter passt und den Hund mit allem versorgt, was er täglich braucht.

Was spricht für Nassfutter?
Nassfutter bringt von Natur aus viel Feuchtigkeit mit. Das ist besonders schön für Hunde, die eher wenig trinken.
Viele Hunde mögen außerdem den intensiveren Geruch und die weiche Konsistenz. Deshalb wird Nassfutter oft auch von wählerischen Hunden, Senioren oder Hunden mit empfindlichen Zähnen gern gefressen.
Ein weiterer Vorteil: Nassfutter muss nicht zu festen Kroketten gepresst werden. Dadurch kommt es oft mit weniger stärkehaltigen Zutaten aus.
Auch Monoprotein-Sorten lassen sich beim Nassfutter gut umsetzen. Sie enthalten nur eine tierische Eiweißquelle und sind deshalb besonders übersichtlich für sensible Hunde.
Viele Hunde vertragen Nassfutter sehr gut. Am Ende kommt es aber immer auf die Rezeptur und natürlich auf den Hund selbst an.
Was spricht für Trockenfutter?
Trockenfutter ist praktisch, sauber zu portionieren und einfach aufzubewahren.
Es eignet sich gut für unterwegs, für Suchspiele oder als kleine Belohnung zwischendurch. Viele Hunde mögen es außerdem, die Stücke zu kauen.
Bei kaltgepressten Sorten werden die Zutaten bei niedrigen Temperaturen verarbeitet. So bleiben viele natürliche Nährstoffe gut erhalten.
Trockenfutter enthält meistens mehr Kalorien als Nassfutter. Deshalb fällt die Portion im Napf oft kleiner aus. Gerade bei Hunden, die schnell zunehmen, sollte die Menge genau abgewogen werden.
Wichtig ist, dass dein Hund immer genug frisches Wasser zur Verfügung hat, denn Trockenfutter enthält deutlich weniger Feuchtigkeit als Nassfutter.
Kann man Nass- und Trockenfutter kombinieren?
Ja, viele Hunde kommen mit beiden Futterarten gut zurecht.
Am übersichtlichsten ist es, die Mahlzeiten zu trennen. Du kannst zum Beispiel morgens Trockenfutter und abends Nassfutter geben.
So lassen sich die Mengen leichter anpassen und du erkennst schneller, wie dein Hund das jeweilige Futter verträgt.
Wichtig ist, dass du beide Portionen zusammenrechnest. Trockenfutter enthält meist deutlich mehr Kalorien als Nassfutter. Gib deshalb nicht von beiden die volle Tagesmenge.
Bei empfindlichen Hunden solltest du langsam starten und die Verdauung gut beobachten. Es gibt keinen belegten allgemeinen Vorteil, Nass- und Trockenfutter grundsätzlich nie gemeinsam zu füttern; getrennte Mahlzeiten sind vor allem einfacher und übersichtlicher.
Zeigt dein Hund während einer Umstellung Blähungen, weichen Kot oder häufiges Schmatzen, kann es helfen, die Umstellung langsamer anzugehen und nur eine Sache nach der anderen zu verändern.
Was passt besser zu meinem Hund?
Nassfutter kommt einer natürlichen Mahlzeit näher. Es enthält viel Feuchtigkeit, eine weiche Struktur und kann mit viel Fleisch, Innereien, Gemüse und Kräutern hergestellt werden.
Trockenfutter besteht dagegen aus festen Kroketten. Es wird gepresst oder geformt und ist dadurch stärker verarbeitet.
Trotzdem kann auch ein gutes Trockenfutter zu einem Hund passen. Entscheidend sind die Zutaten, die Herstellung und natürlich die Verträglichkeit.
Wenn du das Futter wechseln möchtest, findest du in unserem Beitrag Futterumstellung beim Hund – so gelingt sie entspannt eine einfache Schritt-für-Schritt-Hilfe.
Mehr zu den Unterschieden findest du auf unseren Seiten über naturbelassenes Nassfutter und naturbelassenes Trockenfutter.
Für viele Hunde ist Nassfutter die natürlichere Grundlage. Trockenfutter kann praktisch ergänzt oder als eigene Mahlzeit gegeben werden – zum Beispiel morgens Trockenfutter und abends Nassfutter.
Am Ende zählt, dass das Futter hochwertig ist, gut vertragen wird und zu deinem Hund passt.
Weitere Beiträge rund um Fütterung, Verträglichkeit und verschiedene Futterarten findest du in unserer Kategorie Fütterung & Futterwissen.
Fazit
Nassfutter und Trockenfutter haben beide ihre Berechtigung.
Nassfutter kommt einer natürlichen Mahlzeit meist näher. Es bringt viel Feuchtigkeit mit und lässt sich mit Fleisch, Innereien, Gemüse und Kräutern herstellen.
Trockenfutter ist stärker verarbeitet, kann aber trotzdem gut passen, wenn die Zutaten hochwertig sind und dein Hund es gut verträgt.
Viele Hunde kommen mit einer Kombination gut zurecht – zum Beispiel morgens Trockenfutter und abends Nassfutter.


